NABU-Projekt dokumentiert Erinnerungen von Wende-Zeitzeugen

Wende-Zeitzeugen des NABU Schwedt erinnern sich - Foto: Schulte | NABU

Am 17. November 1990 schlossen sich in Berlin die Landesverbände Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen des Naturschutzbundes in der ehemaligen DDR mit dem Bundesverband und den Landesverbänden des Naturschutzbundes Deutschland (DBV) der bisherigen Bundesrepublik Deutschland zum Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. zusammen.

Dem Zusammenschluss gingen intensive Kontakte zwischen ehren- und hauptamtlichen Naturschützern der Bundesrepublik und der DDR voraus, die zum Teil bis in die Jahre vor der Wende zurück reichten. Begleitet wurde die Vereinigung der beiden Verbände von Patenschaften zwischen Kreis- und örtlichen Gruppen des DBV und des Naturschutzbund. Ein DBV-Büro im brandenburgischen Gosen half beim Aufbau von Verbandsstrukturen in den östlichen Bundesländern.

Blaue Transit-Busse gehören 1990 zur Erstausstattung der NABU-Landesgeschäftsstellen in den neuen Ländern - Foto: H. Zoels

Im Jahr 2015 jährte sich der Zusammenschluss zum 25. Mal. Der NABU-Bundesverband nahm dieses Jubiläum zum Anlass für ein Wende-Zeitzeugen-Projekt. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum für Naturschutzgeschichte auf dem Drachenfels bei Bonn, durch das auch die Geschichte des NABU dokumentiert wird, wurden in einem ersten Schritt über 20 NABU-Mitglieder interviewt, die den Prozess des Zusammenschlusses als Zeitzeugen miterlebten und mitgestalteten, damit die Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke, die sie erinnern, nicht verloren gehen. In einem zweiten Schritt werden die Interviews und Dokumente geschichtswissenschaftlich aufbereitet und über das Internet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Kontakt

NABU-Bundesgeschäftsstelle
Stabsstelle Verbandsentwicklung

Ralf Schulte
Tel. 030.284 984 1131
Ralf.Schulte(at)NABU.de

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