Tipps zum Mitmachen

Aktiv für den Moorschutz 

Nutzen Sie die kostenlosen NABU-Materialien zur Aktion, um bei Veranstaltungen in Ihren Gärten mit Infoständen, bei Vorträgen oder anderen Aktionen verstärkt für das torffreie Gärtnern mobilisieren.Wir stellen ein kostenloses Info-Schild mit der Aufschrift „Hier gärtnern wir ohne Torf. Für die Moore und unser Klima!“ sowie Materialien  für die Öffentlichkeitsarbeit für Sie bereit.

Die teilnehmenden Gärten werden auf einer Deutschlandkarte auf der NABU-Homepage vorgestellt und verlinkt. So können Sie ganz einfach herausfinden, wer in Ihrer Region bereits ohne Torf gärtnert und sich Anregungen holen oder den Austausch suchen. Auch können Interessierte, die über die NABU-Karte auf torffreie Flächen in ihrer Region gestoßen sind, sich so direkt informieren und vor Ort Erfahrungen mit torffreien Produkten einholen.


NABU-Aktion "Torffrei gärtnern" auf einer größeren Karte anzeigen

Was jeder für den Moor- und Klimaschutz tun kann

Achten Sie beim Kauf von Blumenerde auf die Aufschrift „ohne Torf“ oder „torffrei“! Aufpassen müssen Sie bei der Aufschrift „Bioerde“, denn hier kann noch ein sehr großer Anteil Torf enthalten sein. Eine gute Alternative sind Erden von regionalen Kompostwerken oder Erdenherstellern.

Mittlerweile bieten alle namhaften Hersteller komplett torffreie Produkte an. Die Firma Neudorff beispielsweise vertreibt als einziger Erdenhersteller ausschließlich torffreie Produkte. Auf ihrer Webseite kann man mithilfe einer Postleitzahl-Suche herausfinden, wo sich die nächsten Bezugsquellen für torffreie Erden befinden. Gibt es in Ihrem Baumarkt oder Gartencenter noch keine torffreien Produkte? Dann wird es höchste Zeit: Setzen Sie sich persönlich bei  örtlichen Händlern dafür ein, dass torffreie Produkte ins Sortiment genommen werden! Wir haben Ihnen dafür einen Muster-Brief vorformuliert. 

Alternativen zu Torf

Torf kann zwar die Durchlüftung des Bodens verbessern, die Bodenqualität selbst wird aber verschlechtert, weil Torf extrem nährstoffarm ist und zudem die Bodenversauerung fördert. Torf kann außerdem kein Wasser mehr speichern, sobald er einmal ausgetrocknet ist. Das gilt für die folgenden Ersatzstoffe nicht. 

Als Alternative eignet sich vor allem Kompost, am besten aus dem eigenen Garten. Er belebt den Boden und gibt ihm wichtige Nährstoffe zurück. Die im Handel erhältlichen torffreien Erden für Kübelpflanzen beinhalten eine Mischung aus Rindenhumus, Holz-, Kokos-, Chinaschilf- oder Hanffasern. Weitere Zusätze wie Sand, Lavagranulat oder Tonminerale ergänzen die optimale Pflanzenversorgung. Torffreie Erde verbessert dauerhaft die Humus- und Nährstoffversorgung des Bodens, fördert die Bodenstruktur und unterstützt die wichtigen Bodenlebewesen. Einziger Nachteil: Die Torf-Alternativen können Wasser nicht ganz so lange speichern wie Torf, sodass die Pflanzen öfter gegossen werden müssen.

Auf Torf zu verzichten, ist alles in allem einfach und hilft, wertvolle Moorlandschaften und unser Klima zu schützen.