21. Juni wird zum Schicksalstag für Nord- und Ostsee

NABU-Gruppen: Appell an die Bundestagsmitglieder schicken

Die Wirtschaftslobby darf kein Vetorecht beim Meeresschutz bekommen.

Am 21. Juni entscheidet der Bundestag über eine Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes Stimmen die Abgeordneten dem novellierten Gesetzentwurf zu, sichert das den Ministerien ein Vetorecht bei zukünftigen Schutzmaßnahmen. Beim Schutz von Schweinswalen, Seevögeln, Riffen oder Seegraswiesen würden künftig die Fischerei-, Rohstoff- und Schifffahrtslobbys mitentscheiden können. Es droht der Ausverkauf von Nord- und Ostsee.

Mehr oder weniger unbemerkt hat das Bundesumweltministerium darüber hinaus bereits vor Monaten dem  Druck der Ministerien für Landwirtschaft, Wirtschaft, Verkehr und Forschung nachgegeben und verwässerten Schutzgebietsverordnungen in Nord- und Ostsee zugestimmt. Auch zukünftig soll also in FFH- und Vogelschutzgebieten gefischt, Sand- und Kies abgebaut und mit Schallkanonen der Meeresboden untersucht werden.

Musterbrief an Abgeordnete

Unterstützen Sie unseren Protest und schreiben Sie direkt die Abgeordneten in Ihrer Nähe an. Eine direkte und persönliche Ansprache wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen - gerade im Bundestagswahljahr 2017.

Ihr Engagement zählt

Noch können wir Einfluss auf den politischen Prozess nehmen. Der Bundesrat lehnt in seiner Stellungnahme den novellierten Gesetzentwurf ab, fordert das Beibehalten der ursprünglichen Beteiligungsregel. Unter dem Motto „SOS fürs Meer“ appelliert der NABU gemeinsam an die Mitglieder des Deutschen Bundestages und die Bundeskanzlerin, sich endlich für einen echten Meeresschutz einzusetzen. Wer bei der Bundestagswahl unsere Stimme will, der stimmt am 31. Mai für den Meeresschutz und gegen den novellierten Paragraf 57 (2).

Das können Sie tun:

  • Unterstützen Sie den Protest in den sozialen Medien oder auf ihrer Website und ggf. in Ihren Newslettern. Bilder dazu finden Sie weiter unten bei den Downloads.

Oder fordern Sie Freunde und Bekannte auf, eine Protestmail abzuschicken. Mit Klick auf die folgenden Links öffnen sich die jeweiligen Anwendungen mit vorgefertigten Texten:


Ansprechpartnerin

Grit Schneider

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
NABU-Bundesverband
Charitéstraße 3
10117 Berlin
Tel. 030.28 49 84- 1579
Grit.Schneider(at)NABU.de