Aktueller Hinweis

Mit großen Schritten nähern wir uns dem 2. Juli! Höchste Zeit also, sich zu überlegen, wie man nach Hamburg kommt. Um die gemeinsame Anreise zu erleichtern, wurde nun eine neue Mitfahrbörse freigeschaltet!

Nutzen Sie die Mitfahrbörse

Aufruf zum G20-Protest am 2. Juli in Hamburg

Wir machen eine Welle - die G20-Protestwelle!

Deutschland hat in diesem Jahr den Vorsitz der G20 Präsidentschaft. Der G20-Gipfel findet deshalb am 7. und 8. Anfang Juli in Hamburg statt. Rund um den Gipfel wird es viele Veranstaltungen und auch Proteste geben. Denn die bisherige Politik der G20-Staaten trägt kaum zur Lösung der großen globalen Probleme bei oder ignoriert sie sogar teilweise. Auch die Ziele des NABU, wie der Erhalt der Biodiversität oder die Rettung des Klimas, sind durch die aktuelle Politik der G20 in Gefahr.

Der NABU beteiligt sich deshalb am breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis "G20 Protestwelle", das sich dafür einsetzt:  

  • Gerechten Welthandel zu schaffen
  • das Klima retten
  • Soziale Ungleichheit zu bekämpfen
  • Demokratie zu stärken

Am 2. Juli wollen wir in Hamburg mit der G20-Protestwelle für diese Forderungen demonstrieren. Möglichst viele Menschen mit ihren Postern und Bannern wollen eine Woche vor dem G20-Gipfel den Protest in einem bunten und friedlichen Bannermeer auf die Hamburger Straßen bringen. Es wird außerdem eine Bootsdemo auf der Binnenalster mit zehntausenden Protestierenden am Ufer geben und natürlich eine Abschlußkundgebung mit bekannten Sprechern und Bands.

Protestmarsch – Bootsdemo – Bannermeer in Hamburg am 2. Juli 2017, 12 Uhr

Es sind nicht nur Hamburger, sondern alle Menschen und natürlich auch NABU-Gruppen eingeladen. Wenn Sie dabei sein wollen, dann kommen Sie am 2. Juli nach Hamburg. Es gibt die Möglichkeit, in einem Bus mitzufahren oder sogar einen ganzen Bus zu organisieren. Informationen zur Anreise 

Machen Sie den Protest bekannt: Jetzt Poster, Aufkleber und Postkarten bestellen

Am Samstag, den 17. Juni - zwei Wochen vor der G20 Protestwelle - soll ein Banner-Mal-Tag in ganz Norddeutschland die Protestwelle noch bekannter machen. Gemeinsam mit vielen Bürger*innen sollen die Botschaften und Forderungen zum G20-Gipfel formuliert werden: farbenfroh, kreativ und ausdrucksstark, als angemeldete Versammlung im öffentlichen Raum. Wenn Sie auch eine Aktion veranstalten wollen, dann stehen alle Informationen im PDF auf dieser Seite

Am 22. Juni können beim Landesverband Hamburg ab 16 Uhr Banner gemalt werden und beim Bau eines Aktionsschiffs geholfen werden. Bei Interesse können Sie sich bei Soenke Diesener (Kontakt unten) melden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Kontakt

NABU Hamburg

Sönke Diesener
Referent für Umweltpolitik
diesener(at)NABU-Hamburg.de

040.69 70 89-15


Hintergrund: Offizieller Aufruf des Aktionsbündnisses

Anfang Juli treffen die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Hamburg zum G20-Gipfel zusammen. In Zeiten von zunehmendem Nationalismus ist internationale Kooperation dringend nötig, um Hungersnöte, Ungleichheit, Klimawandel, Kriege und Vertreibungen zu bekämpfen. Doch die bisherige Politik der G20 ignoriert diese globalen Probleme und liefert keine Lösungen.

Eine ganz andere Politik muss her! Eine Politik für mehr Gerechtigkeit, mehr Nachhaltigkeit, mehr Transparenz und mehr Zusammenarbeit gegen soziale, ökologische und wirtschaftliche Verwerfungen. Mit zehntausenden Menschen fordern wir am Sonntag, den 2. Juli, von der G20 und der zukünftigen Bundesregierung:

Gerechten Welthandel schaffen!

Die G20-Staaten setzen auf eine Handelspolitik, welche die Macht der Konzerne stärkt, anstatt sie zu begrenzen. Durch Abkommen wie TTIP, CETA oder TISA könnten Konzerne vor Schiedsgerichten gegen höhere Umwelt- und Sozialstandards klagen, die ihre Profite schmälern.

Doch Handel muss fair sein. Das sagen wir gerade in Hamburg, wo der Handel mit der ganzen Welt blüht. Deshalb fordern wir, die Handelsabkommen zu stoppen, CETA in der vorliegenden Fassung nicht zu ratifizieren und auf gerechten Welthandel zu setzen – mit starken Verbraucher-, Umwelt- und Sozialstandards. Die Rechte von Beschäftigten ebenso wie die natürlichen Lebensgrundlagen müssen dabei weltweit geschützt und eine nachhaltige Landwirtschaft gefördert werden. Die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen auch entlang der Lieferketten weltweit anerkannt und eingehalten werden. Arbeitnehmerrechte müssen mit verbindlichen Sorgfaltspflichten der Unternehmen gesichert werden.

Das Klima retten!

Die Folgen des Klimawandels sind allgegenwärtig: Die Arktis schmilzt; Dürren, Stürme und Überschwemmungen nehmen zu. Die Artenvielfalt ist bedroht.

Dies gefährdet die Lebensgrundlage von uns Menschen – besonders im globalen Süden. Trotzdem steigt der Ausstoß an Treibhausgasen weiter. Vor allem die G20-Staaten tragen dazu bei, indem sie die Nutzung schädlicher fossiler Brennstoffe fördern.

Auch Hamburg ist durch Sturmfluten vom Klimawandel bedroht. Dort sagen wir: Macht Tempo beim Klimaschutz! Die G20 müssen einen Kurswechsel hin zu nachhaltigem Wirtschaften einleiten. Weltweit müssen die erneuerbaren Energien gefördert und der globale Energieverbrauch reduziert werden.

Soziale Ungleichheit bekämpfen!

Die soziale Schere geht weltweit und innerhalb der G20-Staaten auseinander. Wenn wenige Milliardäre so viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, dann läuft viel falsch. Armut und Hunger sind die häufigsten Fluchtursachen. Wir sind empört, wie die Weltgemeinschaft zusieht, wie Menschen an Europas Grenzen ertrinken.

Wir fordern die G20 auf, Maßnahmen gegen die soziale Ungleichheit zu ergreifen – hierzulande und weltweit! Die G20-Staaten müssen Steueroasen trockenlegen, Steuervermeidung konsequent bekämpfen sowie Spitzeneinkommen und Großvermögen höher besteuern. Denn wir brauchen dringend mehr Geld für Zukunftsinvestitionen in gute Bildung für alle, bezahlbaren Wohnraum, eine gute Gesundheitsversorgung, eine nachhaltige Infrastruktur und erneuerbare Energien.

Demokratie verteidigen – und weiterentwickeln!

In einigen G20-Staaten herrschen autoritäre Zustände. In einigen anderen bestimmen Rechtspopulisten die politische Agenda oder sind dort bereits an der Macht. Sie preisen den Rückzug in die Nation, hetzen gegen Minderheiten und Flüchtlinge und wollen Demokratie und Rechtsstaat demontieren.

Hamburg ist eine weltoffene Stadt. Dort fordern wir, die Demokratie weiterzuentwickeln, die Parlamente zu stärken, Transparenz zu schaffen und Bürger*innen an wichtigen Entscheidungen wirksam zu beteiligen.

Kurzum: Gemeinsam streiten wir vor dem G20-Gipfel für gerechten Welthandel und Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und Demokratie. In der Hafenstadt Hamburg lassen wir zu Lande und zu Wasser eine Protestwelle von zehntausenden Menschen entstehen.

Tragen auch Sie am 2. Juli Ihren Protest für eine ganz andere Politik nach Hamburg!

Eine andere Politik ist nötig!

Wenn Sie den Aufruf als Organisation unterzeichnen möchten, schreiben Sie doch bitte eine E-Mail an das Aktionsbüro